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Website für Handwerker: Was wirklich zählt

Die meisten Handwerksbetriebe haben schon eine Website. Die Frage ist, ob sie Anfragen bringt. Worauf es bei einer Handwerker-Website ankommt.

11. September 20262 Min. LesezeitDevrim Yilmaz
Website für Handwerker: Was wirklich zählt

Laut der Bitkom-Studie „Digitalisierung des Handwerks 2025“ haben 94 Prozent der befragten Handwerksbetriebe eine eigene Website (Quelle: bitkom.org, Studienbericht Handwerk, veröffentlicht Januar 2026). Eine Website zu haben ist also kein Vorteil mehr. Der Unterschied liegt darin, ob sie auf dem Handy funktioniert, schnell lädt und ob man dich damit erreicht.

Der Kunde sucht auf dem Handy

Wer einen Elektriker, Maler oder Sanitärbetrieb braucht, sucht meistens unterwegs oder abends auf dem Sofa, am Telefon. Wenn deine Seite dort kleine Schrift, abgeschnittene Bilder oder ein Menü hat, das sich nicht öffnen lässt, ist der Kunde beim nächsten Betrieb.

Was auf die erste Seite gehört

  • Was du machst, in einem Satz.
  • Wo du arbeitest: Stadt, Landkreis, Umkreis.
  • Wie man dich erreicht: Telefonnummer zum Antippen, Kontaktformular, Öffnungszeiten.
  • Ein paar echte Fotos von dir, deinem Team und deiner Arbeit. Keine Stockfotos von Menschen mit Helm.
  • Bewertungen, wenn du welche hast, zum Beispiel aus deinem Google Unternehmensprofil.

Was du weglassen kannst

Lange Firmengeschichten, Floskeln wie „Qualität und Zuverlässigkeit“ und Seiten, die seit 2019 „Aktuelles“ heißen und leer sind. Weniger, dafür gepflegt, wirkt besser.

Technik, die du nicht siehst, Google aber schon

Ladezeit, saubere Überschriften, ein korrekt ausgefülltes Impressum und strukturierte Daten, die Google sagen, was für ein Betrieb du bist und wo er sitzt. Das alles erledigt ein guter Anbieter im Hintergrund. Frag trotzdem danach.

Alte Seite oder neu bauen?

Wenn deine Seite älter als fünf Jahre ist, auf dem Handy schlecht aussieht oder du sie nicht selbst ändern kannst, ist ein Neubau meist günstiger als Flickwerk. Ein Onepager für einen Handwerksbetrieb ist bei mir in etwa einer Woche fertig.

Anfragen statt Besucher

Eine Website für einen Handwerksbetrieb hat genau eine Aufgabe: Der Besucher soll anrufen oder schreiben. Deshalb gehört die Telefonnummer oben in den Kopf der Seite, auf dem Handy als Knopf zum Antippen. Das Kontaktformular braucht nur Name, Kontakt und ein Feld für das Anliegen. Jedes weitere Pflichtfeld kostet Anfragen.

Ein Foto-Upload im Formular („Schick mir ein Bild von der Stelle“) hilft dir bei der Einschätzung und dem Kunden bei der Beschreibung. Das ist eine kleine Erweiterung, die die Hürde für eine Anfrage senkt.

Häufige Fragen

Brauche ich als Handwerker Unterseiten für jede Leistung?

Wenn du für einzelne Leistungen bei Google gefunden werden willst, ja. Eine eigene Seite „Badsanierung Ansbach“ rankt für diese Suche, ein Absatz auf der Startseite kaum. Für einen kleinen Betrieb mit einer Hauptleistung reicht ein Onepager.

Soll ich Preise auf die Website schreiben?

Feste Preise sind im Handwerk selten möglich. Preisspannen oder Beispiele („Wandfarbe Wohnzimmer ab X Euro“) helfen aber, unpassende Anfragen zu vermeiden, und schaffen Vertrauen.

Wie bekomme ich Bewertungen?

Nach jedem abgeschlossenen Auftrag den Link zu deinem Google Unternehmensprofil schicken, per WhatsApp oder auf der Rechnung. Wer zufrieden ist, bewertet meist gern, muss aber daran erinnert werden.

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