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E-Mail mit eigener Domain: erstellen, einrichten, Anbieter

E-Mail mit eigener Domain erstellen und einrichten: welche Anbieter es gibt, ob es kostenlos geht und wie SPF, DKIM und DMARC deine Mails zustellen.

12. Oktober 20262 Min. LesezeitDevrim Yilmaz
E-Mail mit eigener Domain: erstellen, einrichten, Anbieter

Eine Anfrage an maler-schmidt@gmail.com wirkt anders als eine an info@maler-schmidt.de. Eine E-Mail-Adresse mit eigener Domain ist für jeden Betrieb ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Hier erfährst du, wie du sie erstellst, welche Anbieter es gibt und wie du sie richtig einrichtest, damit deine Mails nicht im Spam landen.

Warum eine E-Mail mit eigener Domain?

  • Sie wirkt seriös und passt zu Website, Rechnung und Fahrzeug.
  • Sie gehört zu deiner Domain, nicht zu einem Freemail-Anbieter. Wechselst du den Anbieter, bleibt die Adresse.
  • Du kannst Adressen für Aufgaben anlegen, etwa info@, rechnung@ oder termine@, und später Mitarbeitern eigene Adressen geben.

Welche Möglichkeiten es gibt

  • Postfächer beim Domain- oder Hosting-Anbieter: oft schon im Paket enthalten.
  • Spezialisierte E-Mail-Anbieter: häufig mit Schwerpunkt auf Datenschutz, Verschlüsselung und Servern in der EU oder der Schweiz.
  • Office-Pakete großer Anbieter: E-Mail zusammen mit Kalender, Dokumenten und Videokonferenzen.

Achte bei der Auswahl auf den Serverstandort, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, genug Speicherplatz und darauf, dass du Adressen selbst anlegen kannst.

E-Mail mit eigener Domain kostenlos?

Komplett kostenlose Angebote mit eigener Domain sind selten und meist eingeschränkt. Oft ist ein Postfach aber im Domain- oder Hosting-Paket enthalten, das du ohnehin bezahlst. Schau also zuerst dort nach, bevor du einen zusätzlichen Dienst buchst.

E-Mail mit eigener Domain einrichten: Schritt für Schritt

  • Domain registrieren oder eine vorhandene nutzen.
  • Beim E-Mail-Anbieter die Domain hinzufügen und das Postfach anlegen.
  • In der DNS-Verwaltung der Domain die MX-Einträge des Anbieters eintragen. Sie legen fest, wohin Mails an deine Domain zugestellt werden.
  • SPF, DKIM und DMARC eintragen, siehe unten.
  • Das Postfach im Mailprogramm oder auf dem Handy einrichten und eine Test-Mail an eine fremde Adresse schicken.

SPF, DKIM und DMARC kurz erklärt

  • SPF legt fest, welche Server Mails im Namen deiner Domain verschicken dürfen.
  • DKIM unterschreibt jede Mail digital, damit der Empfänger prüfen kann, dass sie unterwegs nicht verändert wurde.
  • DMARC sagt dem Empfänger, was mit Mails passieren soll, die SPF oder DKIM nicht bestehen.

Seit 2024 verlangt Google von allen Absendern an Gmail-Adressen mindestens SPF oder DKIM, von Massenversendern zusätzlich DMARC (Quelle: support.google.com/a/answer/81126). Auch für kleine Betriebe lohnt es sich, alle drei sauber einzurichten.

Typische Fehler

  • Mehrere SPF-Einträge für dieselbe Domain. Erlaubt ist nur einer, mehrere Absender kommen in denselben Eintrag.
  • Zwei DMARC-Einträge. Dann wird DMARC von vielen Empfängern gar nicht ausgewertet.
  • MX-Einträge beim Wechsel des Hosters vergessen: Die Website läuft, aber Mails kommen nicht mehr an.
  • Das Kontaktformular der Website verschickt Mails über einen Server, der nicht im SPF-Eintrag steht. Solche Mails landen schnell im Spam.

Häufige Fragen

Kann ich meine neue Adresse in Gmail oder Outlook nutzen?

Meistens ja. Viele Mailprogramme können ein weiteres Postfach per IMAP abrufen und über den Server deines Anbieters versenden.

Was passiert bei einem Wechsel des E-Mail-Anbieters?

Du legst die Postfächer beim neuen Anbieter an, überträgst alte Mails und änderst dann die MX-Einträge. Die Adresse selbst bleibt gleich.

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