Gute Fotos für deine Website: Mit dem Handy, ohne Profi
So machst du mit dem Smartphone Fotos, die auf deiner Website gut aussehen, und was du bei Bildrechten, Mitarbeiterfotos und Stockbildern beachten musst.

Echte Fotos sind eines der stärksten Argumente auf einer Website. Kunden wollen sehen, wer kommt, wie deine Arbeit aussieht und wie es bei dir aussieht. Ein aktuelles Smartphone reicht dafür in den meisten Fällen.
Was du fotografieren solltest
- Dich und dein Team, freundlich und im Arbeitsumfeld statt vor einer weißen Wand.
- Deine Arbeit: fertige Projekte, vorher und nachher, Details.
- Deinen Laden, deine Werkstatt oder dein Fahrzeug.
- Arbeit in Bewegung: Hände am Werkzeug, die Schere am Haar, die Pfanne auf dem Herd.
Sieben Tipps für bessere Handyfotos
- Licht: Tageslicht von der Seite ist ideal. Kein Blitz, keine Mittagssonne von oben.
- Linse putzen. Klingt banal, macht aber oft den größten Unterschied.
- Querformat für Titelbilder und Beiträge, Hochformat nur dort, wo es gebraucht wird.
- Ruhiger Hintergrund. Räum vorher auf, Kabel und Kartons fallen auf Fotos stärker auf als in echt.
- Nicht digital zoomen, lieber näher herangehen.
- Personen auf Augenhöhe fotografieren. Von oben wirken sie schnell klein.
- Mehrere Aufnahmen machen und später die beste auswählen.
Rechte an Fotos
Fotos von Personen darfst du nur mit deren Einwilligung veröffentlichen. Das ergibt sich aus dem Recht am eigenen Bild (§ 22 Kunsturhebergesetz) und der DSGVO. Bei Mitarbeitenden holst du die Einwilligung am besten schriftlich ein und weist darauf hin, dass sie widerrufen werden kann. Bei Kundenprojekten, etwa einem renovierten Bad, fragst du vorher, ob du die Fotos zeigen darfst, vor allem wenn die Wohnung erkennbar ist. Das ist keine Rechtsberatung.
Bilder aus der Google-Bildersuche oder von fremden Websites sind tabu. Sie sind urheberrechtlich geschützt, und Abmahnungen deswegen können teuer werden.
Stockfotos: ja, aber sparsam
Plattformen wie Pexels oder Unsplash bieten Fotos, die du kostenlos auch geschäftlich nutzen darfst (Lizenzen unter pexels.com/license und unsplash.com/license). Lies die Bedingungen trotzdem kurz. Erkennbare Personen dürfen zum Beispiel nicht herabsetzend dargestellt werden. Stockfotos passen zu allgemeinen Themen wie einem Blogbeitrag. Für deine Arbeit und dein Team sind sie kein Ersatz, Kunden merken den Unterschied.
Fotos für die Website vorbereiten
Ein Handyfoto hat oft mehrere Megabyte. Direkt hochgeladen bremst es die Seite aus. Gute Websites wandeln Bilder automatisch in moderne Formate wie WebP oder AVIF um und liefern jedem Gerät die passende Größe. Kann dein System das nicht, verkleinere die Bilder vorher auf etwa 2000 Pixel Breite.
Handys speichern oft auch den Aufnahmeort in der Bilddatei. Gute Systeme entfernen diese Angaben beim Umwandeln. Sonst lohnt sich ein Blick in die Einstellungen der Kamera-App.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein professioneller Fotograf?
Für Teamfotos und ein starkes Titelbild oft ja. Für laufende Projektfotos reicht das Handy. Eine Mischung aus beidem funktioniert für die meisten Betriebe gut.
Wie viele Fotos brauche ich?
Für einen Onepager reichen oft acht bis fünfzehn gute Bilder. Wichtiger als die Menge ist, dass sie echt und aktuell sind.